Holly & Edgar

13 Jahre schwarzer Kater – mehr Glück geht nicht

Schwarze Katzen bringen Unglück? Die Zahl Dreizehn auch? Wie war das noch mit dem Freitag? Um Himmels willen - unser dicker schwarzer Kater wird ausgerechnet an einem Freitag dreizehn Jahre alt. Kann das gut gehen? Und wie, eine kleine Hommage an 13 Jahre Kater.

Happy Birthday – Edgar wird heute 13! Dreizehn Jahre dicker schwarzer Kater. Und was waren das für dreizehn Jahre. Seine Mutter, ein zarter Siamkatzen-Verschnitt brachte nach einer Wirbelwind-Romanze mit einem unbekannten Streuner vier fulminante Kater zur Welt. Zwei davon schwarz wie die Nacht, einer davon der Eddie. Ich hatte mir eigentlich ein sanftes flauschiges kleines Katzenmädchen gewünscht, aber die Katzen-Götter hatten anders entschieden. Edgar, benannt nach Edgar Allen Poe und dessen Geschichte „The black cat“ zog bei uns ein. Viel hatten wir die ersten sechs Jahre nicht vom ihm. Wir lebten in Dubai, er war Freigänger und kam eigentlich nur nach Hause, um seine Wunden versorgen zu lassen und sich für seinen nächsten Revierkampf auszuschlafen. Er machte mehrere Nahtod-Erfahrungen und sechs der sieben berühmten Katzenleben sind futsch.

Auf der Straße tat er damals gerne so, als würde er mich nicht kennen, meine eher freundliche Art anderen Lebewesen gegenüber war ihm wohl fremd. Doch am Tag, nachdem mein Ex-Mann mir mitgeteilt hatte, dass er mich verlassen würde, sprang der Eddie plötzlich abends auf meinen Schoß, rollte sich ein und schnurrte. „Ich bleibe bei dir, damit das klar ist“, sollte das wohl heißen. Und natürlich blieb der Eddie bei mir, auch als wir drei Jahre später nach Berlin zogen und er vom Freigänger zur Hauskatze mutierte.

„Das geht niemals gut“, haben mir damals viele Katzenkenner gesagt. Es ging gut. Sogar besser als gut. Ich glaube, Edgar ist bis heute sehr erleichtert, dass er nicht mehr jeden Tag in aller Herrgottsfrühe aufbrechen und sein Außenreich verteidigen muss. Er hat jetzt ein Innenreich mit einem ihm devot ergebenen Hofstaat. Wer jemals den Vorspann von Downton Abbey mit der Klingelleiste für die Bediensteten gesehen hat, dem kann ich versichern, der Eddie klingelt gerne und bevorzugt alle Glocken gleichzeitig. Morgens, mittags, abends und nachts.

Edgar hat sich in seinen dreizehn Lebensjahren drei Hunde zu Leibeigenen gemacht, die Schlafplatz, Futter und Spielzeug widerstandslos für ihn aufgaben und -geben. Ein Blick genügt. Zu Edgars Paradenummern gehört der Satz aus dem Nichts auf den gedeckten Esstisch wenn Besuch da ist, sein Blick empört-ungläubig, dass man mit dem Essen nicht auf ihn gewartet hat. Es gibt kein Paket auf oder in dem er nicht gelegen hat und legendär sind seine nächtlichen Ich-habe-meine-dollen-fünf-Minuten-Kamikaze-Sprünge in die Betten seiner schlafenden Menschen, um dann so zu tun als habe ER sich erschreckt, wenn man aufwacht.

Aber, ich will nicht verheimlichen, dass der Eddie auch eine ganz softe Seite hat, obwohl er das nicht gerne hört. Wenn jemand weint, dann ist er zur Stelle. Und da er bei uns eingezogen ist, als die Pubertiere eins und vier waren, gepaart mit einer nicht selten überforderten alleinerziehenden Mutter wurde bei uns eine Menge geweint. Es dauerte und dauert selten länger als eine Minute nach der ersten Träne und schon hat man acht Kilo schwarzen Kater um sich herumstreichen oder auf sich liegen. Und als unsere Hündin Jesse gestorben ist, mit der er immerhin über neun Jahre sein Reich zwar nicht geteilt, aber der er eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erteilt hatte, da hat er zwei Wochen selber weinend an der Tür auf sie gewartet, dass sie endlich von diesem elend langen Spaziergang zurückkommt.

Wer diesen Text tatsächlich bis zum Ende gelesen hat, der feiert heute sicher gerne mit uns. Hier Edgars Geburtstagsplaylist, die er sich in Dauerschleife gewünscht hat:

„I’m still standing“ von Elton John, „The One and Only” von Chesney Hawkes und natürlich “Eye of the tiger” von Survivor. Die macht übrigens richtig gute Geburtstagslaune, die Playlist.

P.S. Das letzte Foto ist erst ein paar Wochen alt, ein bisschen grau ist er geworden, aber ansonsten sieht er nach wie vor blendend aus 😁

1 Kommentar zu “13 Jahre schwarzer Kater – mehr Glück geht nicht

  1. Heidemarie Rabe

    Hallo, lieber Edgar, ich gratuliere Dir ganz herzlich zu Deinem Geburtstag, alles, alles Liebe und Gute und noch ganz viel Gesundheit und viele schöne Katzentage für Dich. Du bist ein toller Kater, echt! Lass Dir mal von Frauchen paar ganz liebe Streicheleinheiten von mir geben. Ich wünsch Dir einen schönen Katzengeburtstag und lass Dich toll verwöhnen.
    Liebe Grüße von Heidi, dile Katzen nämlilch auch ganz toll mag!

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