Allgemein Miss Parker

Nach dem Krimi ist vor dem Krimi

Ich habe fertig – und fühle mich ein bisschen wie der Kollege auf dem Bild. Obwohl, ganz so ruhig lasse ich es nicht dauerhaft angehen, denn wie gesagt: Nach dem Krimi ist vor dem Krimi oder auch das Autoren-Hamsterrad genannt.

Ich habe fertig – und fühle mich ein bisschen wie der Kollege auf dem Bild. Obwohl, ganz so ruhig lasse ich es nicht dauerhaft angehen, denn wie gesagt: Nach dem Krimi ist vor dem Krimi oder auch das Autoren-Hamsterrad genannt.

Der neue Berlin Krimi „Mädchenrache“ ist fertig geschrieben und am 5. Mai erscheint das Buch dann endlich. Für mich ist das immer ein merkwürdiger Tag. Man hat wochenlang den Krimi mehr oder weniger intensiv gelebt und jetzt sollen die Leser in die Welt eintauchen, die man da geschaffen hat. Dummerweise kommt mir diese Welt just am Veröffentlichungstag immer ziemlich blöd, zu einfach, oder auch zu kompliziert, oder gar zu langweilig vor.

Sprich, die Momente, in denen man beflügelt von vermeintlich grandiosen Ideen und Wendungen die Geschichte vorangetrieben hat, sind vergessen und das Gefühl „Was war das nur für eine saublöde Idee?“ macht sich breit. Das fröhlich-gespannte Warten auf den Veröffentlichungstag ist dem panisch-gespannten Warten auf die erste Rezension gewichen. Was, wenn es ein Verriss ist? Vielleicht sogar von einem bis dato treuen Leser, der alle bisherigen Bücher mochte und das neue einfach nur schrecklich findet.

Da hilft nur eins: Abwarten, Teetrinken und es nehmen wie es kommt. Ändern kann man es eh nicht mehr. Ebenfalls hilfreich ist der Blick nach vorne. Denn die Idee für den nächsten Krimi hat sich doch schon in den Kopf geschlichen, als das Wort Ende noch gar nicht unter dem letzten stand. Zumindest bei mir ist das zum Glück so. 

Also, alles egal, zurück auf Start gehen, ran an den Computer und recherchieren zum neuen Thema. Feststellen, dass sich da Abgründe auftun und glücklich Webseiten mit Lesezeichen versehen, weil dort Details beschrieben werden, die man später sicher gut gebrauchen kann. In Gedanken beginnt sich bereits ein Täter herauszukristallisieren – der es dann am Ende auf gar keinen Fall wird, weil einem während des Schreibens so viele weitere Wendungen und Personen einfallen. Womit wir wieder am Anfang des Textes und den glücklichen Momenten wären, wenn man seinen eigenen Krimi während des Schreibens „lebt“.

Ein Autorenleben, oder zumindest mein Krimi-Autorenleben, ist also tatsächlich ein bisschen wie ein Hamsterrad oder auch wie ein Verbrechen. Die Tat wird begangen, also die Krimi-Idee geboren. Der Täter wird gejagt, sprich die Geschichte wird vorangetrieben, Protagonisten geschaffen und schließlich bekomme ich meine gerechte Strafe oder Belohnung: Eure Rezensionen. Und dann geht alles wieder von vorne los.

Wie immer hoffe ich auch bei „Mädchenrache“ auf Milde für meine Bemühungen im Hamsterrad, tauche solange unter und recherchiere schon mal den nächsten Krimi.

2 Kommentare zu “Nach dem Krimi ist vor dem Krimi

  1. Heidemarie Rabe

    Liebe Caroline, Du musst überhaupt keine Bedenken haben – Deine Krimis sind alle so toll! Ich kenne ja alle – auch den letzten. Und ich muss sagen: Der ist wieder super! Also, keine Bedenken und los geht’s!

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  2. Jedes Wort! ❤

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