Allgemein Die Ermittler

Da geht noch was… Teil 1

Dr. Sven Justus saß an seinem Schreibtisch und war so vertieft, dass er Falks Klopfen an seine Bürotür nicht gehört hatte und auch jetzt, nachdem der Hauptkommissar direkt an seinem Schreibtisch stand, bemerkte der Polizeipsychologe seinen Kollegen nicht.

Dr. Sven Justus saß an seinem Schreibtisch und war so vertieft, dass er Falks Klopfen an seine Bürotür nicht gehört hatte und auch jetzt, nachdem der Hauptkommissar direkt an seinem Schreibtisch stand, bemerkte der Polizeipsychologe seinen Kollegen nicht.

„Buh!“, sagte Falk und Sven Justus erschreckte sich dermaßen, dass er mit der Hand gegen seine Kaffeetasse stieß, die klirrend umfiel.

„Was machst du da?“

„Nichts.“ 

Der Psychologe war rot angelaufen und hielt die Hand über den Bildschirm seines Handys.

„Sven, falls du es vergessen hast, wir arbeiten bei der Polizei und ich bin dazu noch dreifacher Vater. Glaub mir, ich habe der Schuld so oft ins Auge gesehen, dass ich weiß, wenn ich einen Sünder vor mir habe. Und du, du siehst aus als hätten wir dir beide Weltkriege, die Pest, Cholera, Corona und das Impfstoff-Desaster zu verdanken.“

„Möchtest du einen Kaffee? Ich habe auch Kekse.“

„Zu beidem sage ich gerne ja, obwohl es sich um das schlechteste Ablenkungsmanöver aller Zeiten handelt.“ Mit einer schnellen Bewegung griff Falk unter die Hand des Psychologen und zog dessen Handy hervor.

„Ha! Mach dir nichts draus, meine Töchter sind immer wieder erstaunt, wie schnell ich trotz meines Alters sein kann, wenn ich nur will.“

Nun war es an Sven Justus zu grinsen. „Sperrbildschirm.“

Er stand auf, ging zur Kaffeemaschine, drückte einen Knopf und die Maschine begann mit einem lauten Surren, einen Kaffee zu brühen. „Aber wenn du es genau wissen willst, ich bin bei Tinder. Ich bin seit vier Jahren geschieden, irgendwann muss mal was passieren. Wenn du aufgehört hast zu lachen, könnte ich einen Rat gebrauchen. Ich habe morgen Abend ein Date und mein Foto ist vielleicht nicht ganz so aktuell, wie es sein könnte.“

Falk musterte seinen Kollegen kritisch von oben bis unten. „Haare oder Bauch?“

Sven Justus, der seine schütteren Haare zu seinem mageren grauen Zopf zusammengebunden trug, strich sich mit beiden Händen über seinen ansehnlichen Bauch. „Beides. Und beim Alter war ich vielleicht auch nicht ganz ehrlich.“

„Wo genau hast du nochmal Psychologie studiert? An der Einhorn-Universität in Schlumpfhausen?“ Falk schüttelte den Kopf. „Wir müssen dein Profil löschen und ganz von vorne anfangen. Das Date morgen kannst du vergessen, das dauert keine zwei Minuten, wenn du bei den Profilangaben gelogen hast, dass sich die Balken biegen. Ts. Ts. Ts. Du arbeitest bei der Polizei, ist dir denn gar nichts heilig?“

Sven kniff die Augen zusammen und sah seinen Freund und Kollegen lange an. „Du bist auch bei Tinder!“, stellte er schließlich fest.

To be continued….

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